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Der Lebenslauf

Der erste Blick eines Personalverantwortlichen fällt auf den Lebenslauf. Hier bekommt er schnell einen Überblick über den Bewerber, dessen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen und somit einen ersten Eindruck über dessen Eignung für die zu besetzende Stelle im Unternehmen.
Deshalb ist es gerade im Lebenslauf wichtig, seine Stärken passend zur jeweiligen Stelle und zum Arbeitgeber hervorzuheben!

Empfehlungen für die Gestaltung

  • tabellarisch, zwei Spalten
  • zwei A4-Seiten, bei längeren Berufserfahrungen drei Seiten
  • klare Informationen, Struktur, Übersichtlichkeit
  • Angabe der zeitlichen Daten in Monat und Jahr: 10/2003 – 05/2006
  • Gegenchronologisch, d.h., das aktuellste Datum bzw. die zuletzt ausgeübte Tätigkeit zuerst aufführen
  • Blocküberschriften, Oberbegriffe hervorheben (fett, Schriftart, Unterstreichung)
  • Lückenlosigkeit
  • Unternehmen mit korrektem Firmennamen, Rechtsform und Ort benennen
  • Exakte Positionsbezeichnung
  • Bei stellenrelevanten Positionen Schwerpunkte, Hauptaufgaben, Leistungsbeispiele angeben
  • Persönliche Eignung durch ein Kurzprofil/Meine Besonderheiten nach dem Block „Persönliche Daten“ mit vier bis fünf Stichpunkten hervorheben
  • Je mehr Berufserfahrungen, desto weniger detailliert die Schulausbildung (Angabe des höchsten Schulabschlusses)
  • Angabe von Weiterbildungen neueren Datums, die nicht länger als 5 Jahre zurückliegen
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten, Hobbys (hier an die Sicht des Adressaten denken! Also keine Extremsportarten!)
  • Handlungsstrang und Plausibilität beachten! (2-wöchiges stellenrelevantes Praktikum nicht stärker gewichten als die 5-jährige Berufserfahrung)
  • Ort, Datum und handschriftliche Unterschrift nicht vergessen



Aufbau
Kopfteil:
Persönliche Daten (Name, Vorname, Anschrift, Geburtdatum/-ort, Familienstand, ev. Staatsangehörigkeit)
Alter der Kinder, Religionszugehörigkeit oder Eltern nicht angeben.
Kurzprofil:
Vier bis max. fünf besondere Fähigkeiten, Kenntnisse und Eigenschaften, die zur Stelle passen

Hauptteil:
Alle Stationen des beruflichen Lebens! Dazu gehören auch alle Angaben wie Aufgaben, Leistungen, Kompetenzen, die an die Stellen anknüpfen. Heben Sie diese hervor!
Wichtig ist, dass Sie auch darauf achten, dass die Unternehmen mit korrektem Firmennamen, Rechtsform und Ort sowie die Positionsbezeichnung exakt benannt wird.
Verheimlichen Sie nichts oder versuchen Sie etwas zu vertuschen.
Brüche, Lücken sowie freiwillige Auszeiten sind heute nichts Ungewöhnliches. Stehen Sie zu Ihren „Lücken“ und stellen Sie diese ebenfalls mit genauen zeitlichen Daten professionell unter dem Oberbegriff „Beruflicher Werdegang“ dar!

Beispiel:

  • Längere Arbeitslosigkeit: Arbeitsuchend anstatt Arbeitslos
  • Auszeit/Erholungszeit: Sabbatjahr, Neuorientierung, Orientierungsphase


Schlussteil:
In den Schlussteil werden Ihre Weiterbildungen, Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten aufgeführt. Relevant sind vor allem Weiterbildungen jüngeren Datums. Weiterbildungen, die länger als fünf Jahre zurückliegen, sollten nicht mehr erwähnt werden.
Für die Angabe von Hobbys ist niemand „zu alt“. Im Gegenteil, Hobbys geben einen Einblick in die Persönlichkeit des Bewerbers. Besonders Freizeitbetätigungen, die auch für die Stelle interessant sein könnten bzw. darauf hinweisen, dass der Bewerber über zusätzliche Kompetenzen verfügt, sollten erwähnt werden.
Wichtig ist, dass Sie bei der Angabe Ihrer Hobbys auch die Sicht des Arbeitgebers berücksichtigen. Vermeiden Sie zum Beispiel die Angabe von Extremsportarten, bei denen dass Verletzungs- und damit Ausfallrisiko groß ist.
Eine kleine Faustregel lautet „Ehrenamt schlägt Hobbys“. Datieren Sie Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten ebenfalls mit Monat und Jahr, und beschreiben Sie stichpunktartig, was Ihre Aufgaben waren.

Extratipps
Der gegenchronologische Lebenslauf ist besonders Quereinsteigern oder Bewerbern, die Elternzeit nahmen, zu empfehlen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit werden die Kompetenzen und Qualifikationen gerückt.
Bewerber, die häufig wechselten, sollten ein Kurzprofil erstellen, dass alle stellenrelevanten Kompetenzen und Eigenschaften hervorhebt.

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