Auswirkungen der Digitalisierung: Berufliche Weiterbildung unabdingbar

Laut einer aktuellen Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zieht die Digitalisierung erhebliche Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt nach sich. Die Wahrscheinlichkeit im Beruf von Computern oder computergesteuerten Maschinen ausgetauscht zu werden, steigt mehr und mehr.

Oben genanntes Szenario kann lediglich durch lebenslanges Lernen und Weiterbildung verhindert werden. Dies gilt vor allem für Arbeitnehmer*innen, die hauptsächlich Routinetätigkeiten ausführen. Doch ausgerechnet die eben benannte Personengruppe nutzt die Möglichkeit der Weiterbildung unterdurchschnittlich.

Die IAB-Analyse zeigt, dass für das Wahrnehmen von Weiterbildung neben der individuellen Bereitschaft zur Teilnahme besonders betriebliches Engagement ausschlaggebend ist. Bietet der Betrieb überhaupt Weiterbildung an und unterbreitet er diese Angebote gezielt seinen Beschäftigten? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeitende Weiterbildungen wahrnehmen, deutlich höher.

Durch das 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz sollen Beschäftigte gefördert werden, die von Arbeitsplatzverlust durch Digitalisierung bedroht sind. Hierbei ist von besonderer Bedeutung, Beschäftigte und Arbeitgeber auf die Möglichkeit der Förderung aufmerksam zu machen und für die Relevanz von Weiterbildung zu sensibilisieren.

Weiterbildung ist ein wichtiger Beitrag die Erwerbs- und Einkommenschancen von Beschäftigten sicherzustellen und zu steigern. Unternehmen profitieren insofern, dass sie mittels Weiterbildungsangeboten in der Lage sind ausreichend Fachkräfte mit den nötigen Kompetenzen zu beschäftigen. Durch Qualifizierung der Mitarbeitenden können langfristig Kosten, z. B. für Personalsuche, eingespart werden.

Quelle:
http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb1619.pdf, letzter Zugriff: 25.09.2019.

Bildquelle:
würfel cube info 3D © moonrun - fotolia.com

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