Der Mindestlohn: Erhöhung für alle Beschäftigten in Deutschland

Ab 01.07.2021 steigt der gesetzliche Mindestlohn nach einer Beschlussempfehlung der Mindestlohnkommission von 9,50 auf 9,60 Euro. Die Anhebung des Mindestlohns beruht auf dem Beschluss der Mindestlohnkommission vom 30. Juni 2020.

Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn ist in Deutschland die Lohnuntergrenze, die nicht unterschritten werden darf und ist grundsätzlich „allen auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland tätigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu zahlen. Unabhängig von deren Staatsangehörigkeit, der Art der Beschäftigung […] oder dem Sitz des Arbeitgebers.“ (IHK Stuttgart)

Ausnahmen betreffen unter anderem minderjährige Beschäftigte ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung und Menschen, die Pflichtpraktika während ihrer Ausbildung absolvieren. Weitere Informationen finden Sie dazu auch auf der Internetseite der IHK Stuttgart.

Weitere Anhebungsstufen sind für das nächste Jahr geplant:

  • ab dem 01.01.2022 mit 9,82 Euro und
  • ab dem 01.07.2022 mit 10,45 Euro

Zudem wurde gerichtlich bestätigt, dass der Mindestlohn auch für die Bereitschaftsarbeit und der 24-Stunden-Betreuung gilt. Das betrifft auch Pflegekräfte aus dem Ausland: „Arbeit hat eine Würde. Egal ob Sie aus Bukarest oder aus Bottrop" kommt (Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, zitiert in MiGAZIN).

Sollten Sie Fragen haben rund um das Thema Mindestlohn haben, erreichen Sie montags bis donnerstags von 8 bis 20 Uhr die Mindestlohn-Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter der Rufnummer 030 60 28 00 28.

Was sich im Juli noch alles ändert, können Sie in dieser Übersicht nachlesen.

Außerdem lesenswert: Der dritte Bericht der Mindestlohnkommission zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns, eine Themensammlung des Deutschen Gewerkschaftsbund, einen Bericht zur 24-Stunden-Pflege der Tagesschau

 

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